Was mir besonders am Herzen liegt:

„Kinder, Jugendliche und Familien brauchen gute Betreuung, beste Bildung, Wertschätzung und Teilhabe!“

Wir alle möchten in der Vulkaneifel gut leben, wohnen und arbeiten können. Damit das gelingt müssen wir bei den Kleinsten anfangen und eine gute Betreuung von Anfang an für beste Entfaltungsmöglichkeiten sicherstellen! Dies ist auch besonders wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich weiß, wie schwierig es oft für Familien ist, die Anforderungen des Berufs mit den Bedürfnissen von Kindern unter einen Hut zu bringen.

Im Kreis Vulkaneifel sind wir von der Kita bis zur Berufsbildenden Schule gut aufgestellt und bieten ein sehr breites Spektrum an, das vor allem bei den Gymnasien mit dem G8- und den G9-Gymnasien volle Wahlfreiheit bedeutet. Beim Thema Digitalisierung kommen wir aber nicht schnell genug voran. Corona hat uns gezeigt: manchen Kindern fehlt es an Unterstützung, sie haben keinen Zugang zum Internet, und es fehlt an digitalen Endgeräten. Zu schnell klafft die Schere auseinander! Der Digitalpakt bietet gerade für den ländlichen Raum besondere Chancen. Das dürfen wir nicht verschlafen.

Ich will Jugendliche mehr einbeziehen. Wir müssen auf sie zugehen und ihnen zuhören. Das ist der beste Weg, um sie konkret sie zu Teilhabe und Mitarbeit zu motivieren. Das ist wichtig um Kommunalpolitik im Landkreis auch für junge Menschen attraktiver zu machen. Die Ausrichtung einer Kreis-Jugendkonferenz ist dafür ein guter Anfang.

Unsere Jugend ist unser Kapital. Denn sie sind unsere zukünftige Bevölkerung, unsere Facharbeiter, Ingenieure und Ärzte. Und wenn Sie die Vulkaneifel als Ihre Heimat verstehen, werden sie ihr eine Zukunft bauen.

„Das Gesicht der Vulkaneifel mit Ihren Schätzen der Natur müssen wir erhalten!“

Wir leben von der Natur – jetzt und künftig noch mehr. Sie ist der größte Schatz, den wir behüten müssen. Die Vulkane und Maare, Highlights wie die Gerolsteiner Dolomiten sowie Wälder und Wiesen sind längst mehr als schöne Kulisse. Sie sind die Grundlage für Tourismus und Naherholung. Sie sind das Fundament einer modernen Wirtschaft als harter Standortfaktor und als Magnet für Fachkräfte.

Der Gesteinsabbau hat unsere Region sehr stark in Anspruch genommen und ihr Aussehen schon deutlich verändert. Unsere Zukunft liegt aber im Wert unserer Landschaft für Tourismus und Naherholung. Wir wollen daher einen weiteren Raubbau an unseren Vulkanbergen verhindern. Deshalb kein Abbau von Naturdenkmälern, kein Abbau in Naturschutzgebieten, kleine Gruben schließen und keine neuen Aufschlüsse!

Auch die gebaute Umwelt hat einen großen Einfluss auf die Wohn- und Lebensqualität am Ort und die wirtschaftliche Entwicklung des Tourismus. Bauwerke müssen daher sensibel in Landschaft und Stadtbild eingefügt werden. Hier gilt es, den Blick für eine moderne, zeitgemäße Architektur zu schärfen, die sich aus der regionalen Identität der Eifel entwickelt.

„Wir wollen in unserer Heimat gut leben und arbeiten!“

Die Vulkaneifel ist ein herrlicher Ort zum Leben. Viele Menschen wohnen noch gemeinsam über mehrere Generationen hinweg. Daneben brauchen wir Modelle, die auch künftig ein selbstbestimmtes Leben sichern. Das Wohnprojekt Florinshof in Gillenfeld zeigt als Leuchtturmprojekt, wie es gehen kann. Wir brauchen mehr solcher Projekte. Der Kreis kann dies konkret fördern und bei der Umsetzung helfen.

Um hier gut leben zu können, muss die ärztliche Versorgung in unserem Kreis auch in Zukunft sichergestellt sein. Dafür müssen wir gemeinsam sorgen. Wir brauchen unsere Krankenhäuser hier vor Ort. Um eine flächendeckende medizinische Versorgung zu gewährleisten, müssen Kooperationen zwischen Krankenhäusern, Gesundheitszentren und niedergelassenen Ärzten ausgebaut werden. Und wir brauchen Nachwuchs im Gesundheitsbereich. Dafür müssen wir den Kontakt zu denen halten, die die Eifel für ihr Studium verlassen haben und Werbung für die Vorzüge unserer Heimat mit ihrer Lebensqualität an den Hochschulen machen.

Kontakt halten müssen wir, der Landkreis, aber auch zu den übergeordneten Behörden, insbesondere zur Landesregierung. Viele Fördermöglichkeiten, zum Beispiel im einzelbetrieblichen Bereich, können über Parteigrenzen hinweg zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen genutzt werden. Die Erschließung dieser Ressourcen für unsere Heimat wird einer der Schwerpunkte meiner Arbeit als Landrätin sein.

Leben und Arbeiten sind eng miteinander verknüpft. In Zeiten weltweiter und tiefgreifender Veränderungen haben wir und unsere Region große wirtschaftliche Chancen. Während des Lockdowns haben wir gesehen, dass Arbeiten im Homeoffice ein gangbarer Weg ist. Heute muss man nicht mehr zwangsläufig in einem Ballungsgebiet wohnen um dort zu arbeiten. Das eröffnet für uns Chancen, die wir entschlossen ergreifen müssen.